
Angelina Tschirch
Herzverwandt – Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm, 2026
Herzverwandt – Acrylic on canvas, 70 x 50 cm, 2026
Deutsch
Was verbindet einen Wal mit einem Embryo? Auf den ersten Blick scheinen sie nicht viel gemeinsam zu haben. Der eine ist groß, das andere winzig. Zwei Extreme, die unterschiedlicher nicht sein könnten, oder? Sieht man jedoch genauer hin, wird sichtbar, dass sowohl ein Embryo, als auch ein Wal sehr empfindsame Wesen sind. Sie empfangen das Leben über Echos, ihre feinen Sinne sind dabei auf Familie ausgerichtet. Während der Wal im Meer zu Hause ist, schwebt der Embryo im Fruchtwasser. Dies kann auch als Ur-Ozean bezeichnet werden. Unser tägliches Leben verbirgt viele solcher unerwarteten Verbindungen. Mit meinem Bild möchte ich die Betrachter:innen einladen, den Blick für das Unsichtbare zu öffnen. Denn sobald zwei Gegensätze unvereinbar erscheinen, liegt das oft daran, dass die Verbindung eine Ebene tiefer zu finden ist.
English
What connects a whale and an embryo? At first glance, they don’t seem to have much in common. One is large, the other tiny. Two extremes that couldn’t be more different, right? If you look closely, it becomes clear that both an embryo and a whale are highly sensitive beings. They perceive life through echoes, and their keen senses are attuned to their families. While the whale is at home in the ocean, the embryo floats in amniotic fluid — which can also be described as the primordial ocean. Our daily lives conceal many such unexpected connections. With my artwork, I’d like to invite viewers to open their eyes to the invisible. Because as soon as two opposites seem incompatible, it’s often because the connection lies one level deeper.
